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Angriffe auf die Infrastruktur

“Vier Jahre Sabotage”


Angriffe auf die Infrastruktur

Angriffe auf Energieanlagen, Bahnstrecken und Flughäfen haben in den vergangenen vier Jahren deutlich zugenommen.
Sabotageakte gegen kritische Infrastruktur lösen in Deutschland zunehmend Sicherheitsdebatten aus. Von den Nord-Stream-Pipelines über Kabel der Deutschen Bahn bis hin zu Flughäfen und Stromnetzen wurden zahlreiche strategisch wichtige Einrichtungen angegriffen. Die Sicherheitsbehörden vermuten hinter einzelnen Fällen linksextreme Gruppen oder Akteure mit möglichen Verbindungen zu Russland.


Anschlag auf Nord Stream
Am 26. September 2022 wurden nach Explosionen nahe der Ostseeinsel Bornholm Lecks an den Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 festgestellt.
Die Bundesanwaltschaft nahm Ermittlungen auf. Im Juli 2026 wurde Anklage gegen einen Ukrainer erhoben, der als mutmaßlicher Hauptverantwortlicher gilt. Der erste Verhandlungstag ist für den 14. Oktober in Hamburg vorgesehen.

 


Bahnverkehr lahmgelegt
Am 8. Oktober 2022 wurden zwei Glasfaserkabel der Deutschen Bahn in Berlin und Herne vorsätzlich durchtrennt. Der Zugverkehr in Norddeutschland kam dadurch für mehrere Stunden zum Stillstand. Am 31. Juli 2025 legten mutmaßlich vorsätzlich verursachte Kabelbrände die wichtige Bahnstrecke zwischen Duisburg und Düsseldorf für rund zwei Tage lahm. Die Polizei stufte den Vorfall als Sabotage ein.



Flughäfen im Visier
Im Juli 2024 wurde im DHL-Frachtzentrum am Flughafen Leipzig/Halle ein Brandsatz in einem Paket aus Litauen entdeckt. Die Verdächtigen wurden als sogenannte Wegwerfagenten bezeichnet, die für Russland gearbeitet haben sollen. Im Jahr 2025 sorgten zudem Drohnen unbekannter Herkunft an den Flughäfen München und Berlin für Störungen im Flugverkehr. Wer die Fluggeräte steuerte, blieb ungeklärt.



Berlin tagelang ohne Strom
Am 3. Januar 2026 wurden in der Nähe eines Kraftwerks im Südwesten Berlins Hochspannungsleitungen beschädigt. Rund 45.000 Haushalte und 2.200 Betriebe waren tagelang ohne Strom. Auch Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen waren betroffen. Die linksextreme „Vulkangruppe“ bekannte sich zu dem Anschlag. Sie hatte bereits im März 2024 einen Strommast angegriffen, der das Tesla-Werk in Brandenburg versorgte.



Verdacht gegen Russland
Am 5. August 2026 wurde am Flughafen Leipzig/Halle eine mit Sprengstoff und einem Zünder ausgestattete Drohne entdeckt. Die Bundesregierung machte Russland für den Vorfall verantwortlich. Am 2. September wurden außerdem verdächtige Vorrichtungen an Umspannwerken beim Kraftwerk Jänschwalde in Brandenburg und in Bergheim bei Köln gefunden. Die Behörden ermitteln wegen des Verdachts der verfassungsfeindlichen Sabotage.

 

Bandor Press



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